Neu: Tipps zur Fahrradnavigation

Liebe CCB-Leser,

die Verbreitung von Ebikes hat enorm zugenommen, damit erreicht man auch neue Gegenden, da die Entfernungen größer werden. Um die besten Wege zu finden, ist ein Navigationssystem sehr sinnvoll.

Hier gibt es einige Tipps aus meiner Erfahrung:

Smartphone:

Natürlich kann man das Smartphone nutzen, das man auch zum Telefonieren verwendet. Ob man ein besonders teures Handy dafür wählt, muss jeder selbst entscheiden, kippt das Rad mal um, kann es schnell defekt sein und man ist nicht mehr erreichbar.

Ich verwende ein günstiges Handy (Moto Play 4), es kostet etwa 140 Euro, hat einen starken, wechselbaren Akku und ist ein wenig gegen Spritzwasser geschützt. Zusätzlichen Speicher für die Landkarten kann man durch eine Mikro-SD-Karte erhalten. Eine Folie und wasserdichte Hülle auf der Rückseite ist sinnvoll.

Auch wenn es Programme gibt, die keine Internetverbindung nutzen, ist eine Netzanbindung hilfreich, z.B. für interessante Punkte wie Cafes oder Biergärten. Hier kann man über das eigentliche Handy koppeln (Hotspot) oder eine günstige Karte für Daten (ab etwa 5 Euro/Monat) einlegen.

Software für Navigation:

Es gibt sehr viele Navigationsprogramme, welche man verwendet, muss jeder selbst entscheiden. Ich nutze Naviki (hier sollte man sich an die vorgeschlagene Route halten, da Abweichungen nicht so gerne gewünscht sind), Scout (es werden drei Routen vorgeschlagen, Abweichungen von der Route werden sekundenschnell aktualisiert) und Komoot (nutze ich bei Geocaching).

Halterung:

Eine passende Halterung findet man schnell bei einem großen Online-Versender. Ich habe eine Halterung gewählt, die ohne Werkzeug anzubringen ist und sichereren Halt gibt.  Eine Akku-Powerbank in einer Lenkertasche  ist sinnvoll, da man  bei Sonnenschein die Helligkeit hochregeln muss. Da ist nach etwa 6 Stunden oder sogar weniger der Akku leer.

Zum Aufladen bietet sich eine magnetische Lösung an. Der kleine Stecker kommt in das Handy, er sitzt bei mir bombenfest und schützt vor Schmutz. Die magnetische Kabelhalterung zeigt durch rotes Licht auch das Laden an, bei stärkerer Erschütterung kann höchstens das Kabel abfallen, der Anschluss des Handys bleibt fest. Zum Aufladen zuhause wird das USB-Kabel statt in die Powerbank in ein Ladegerät gesteckt. Das magnetische Ladekabel gibt es für IOS und Android.

Software für das Smartphone:

Es bietet sich an, mehr als ein Navigationsprogramm beim Losfahren zu starten, man kann ja jederzeit zwischen den Programmen wechseln (bei Android durch das kleine Quadrat  unten rechts). Man kann auch einen Regenwarner oder ein Regenradar aufrufen und wie gesagt leicht zwischen den Programmen umschalten.

Fotografieren:

Wer während einer Radtour viel mit einem modernen, Wlan-fähigen Gerät fotografiert, kann vor der Fahrt die Aufzeichnung der Wegkoordinaten starten, die passende App bieten alle Kamerahersteller an. Am Ende des Tages werden die Daten in die Kamera übertragen.

Die Route:

Wer sich bei google in der App Google-Maps anmeldet (geht auch auf einem IOS Gerät) findet in „Meine Zeitachse“ die Tagestour wieder. Nach kurzer Nachbearbeitung kann der Tag gut dokumentiert werden. Aber Achtung, die Daten werden bei Google gspeichert, Vorteil dabei ist, dass nach Anmeldung die Touren auch auf anderen Rechnern angesehen werden können.

Die Kosten:

Für das Freischalten einiger Funktionen bei dem Navigationsprogrammen (20 Euro), Halterung (8 Euro), Powerbank (12 Euro) und Magnetanschlusskabel (10 Euro) liegen wir also bei 50 Euro, mit Handy etwas über 200 Euro. Gegenüber klassischer Fahrradnavigationsgeräte, wie ich es vier Jahre genutzt habe, ist ein Handy deutlich vielseitiger.

Bei Regen:
Notfalls kommt das Handy in die Vordertasche und der Ton wird  auf laut gestellt.

Gerne können Sie mir schreiben:

Horst Huntemann

Die Halterung im Einsatz
der magnetische Anschluss