Computer Club Brake
Vortrag über digitale Bildbearbeitung am 16.05.2003
Wozu Bildbearbeitung?
Eine Frage, deren Antwort aus der möglichen Differenz zwischen Wunsch und Ergebnis resultiert. Ist es Ihnen schon einmal passiert, dass der Autofokus zwar gut funktioniert jedoch auf einen ungünstigen Punkt fokussiert hat und das Bild leicht unscharf erscheint? Der Blitz zuverlässig auslöst und die Aufgenommenen mit leuchtend roten Augen auf dem Bild erscheinen? Das Bild insgesamt zu dunkel erscheint. Das Bild einen Farbstich aufweist? Ein sehr altes Bild oder Negativ vergilbt oder beschädigt ist. In all diesen Fällen ist eine flächendeckende oder lokale Modifikation bzw. Korrektur mit einfachen Werkzeugen zur Herstellung einer mangelfreien Kopie möglich!

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Typische Bildbearbeitungsfunktionen:
Jedes Bearbeitungsprogramm setzt das Bild in einen eigenen zum Teil auswählbaren Farbraum, zum Beispiel RGB, also je einen Kanal für Rot, Grün und für Blau, um. Diese Farbkanäle können bei Bedarf einzeln modifiziert werden und ermöglichen damit sehr feine Bildverbesserungen.
Häufig reichen globale Korrekturen der Bildhelligkeit, Kontrast oder Intensität um den optischen Eindruck eines Bildes zu optimieren.

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Eine weitere wichtge Funktion ist das sogenannte Freistellen. Dazu können verschiedene Masken (Rechteck-, Runde-, Freihand-, Lasso- oder Zauberstabmaske) genutzt werden. Die sogenannte Zauberstabmaske sucht - innerhalb eines einstellbaren Toleranzbandes - ähnliche Farben und schließt diese automatisch mit der Maskenumrandung ein. Beim nebenstehenden Motiv führte diese Funktion zum schnellen Erfolg, da die Farbfläche des Himmels sehr homogen ist und sich deutlich vom Gestein und Wasser absetzt.
Die sichtbare Verfremdung in Form des künstlichen Sterns und der mit einem sogenannten Filter synthetisch erstellten Wassertropfen ist innerhalb weniger Minuten realisiert.
Aufwändiger ist das Freistellen bei inhomogener Verteilung der Farb- und Helligkeitswerte. Um zum Bespiel dem abgebildeten Jeminiten einen Besucher zur Seite zu stellen wird zunächst ein Objekt gesucht, das sich dafür eignet und möglichst mit gleichem Lichteinfall beaufschlagt ist.
In einem Foto einer Touristengruppe auf Teneriffa ist das gesuchte Objekt schnell gefunden. Der Mann in der unteren Bildmitte eignet sich sehr gut für das folgende Beispiel.
Zum Freistellen wurde zunächst die Zauberstab-Maske genutzt, führte jedoch nicht zu befriedigenden Ergebnissen. Erst die Freihandmaske konnte mit "viel" Handarbeit und besonders mit ruhiger Hand den betreffenden Mann ausreichend freistellen.
Dieser Mann, jetzt aus Sicht des Bearbeitungsprogrammes ein Objekt, ließ sich einfach in das Bild des jeminitischen Pavillons der EXPO2000 einfügen. Die scharfen Schnittkanten wurden durch eine händische "Verschmierfunktion" so weit geglättet, dass nicht mehr auf Anhieb die Bildmanipulation erkennbar ist.
Mit der gleichen Technik wurde Christian, unser CCB-Kohlkönig 2002, vom Kohlessen nach England transferiert.
Bei genauem Hinsehen ist in diesem und in vorhergehend beschriebenen Bild doch hier und da ein "unsaubere" Kante erkennbar. Diese Beispiele wurden nur mit einem Aufwand von einigen Minuten erstellt. Mit den gleichen Werkzeugen und einem erhöhten Zeitaufwand läßt sich die Bildbearbeitung so gestalten, dass absolut keine Manipulation sichtbar ist.
Somit traue und glaube keinem Bild, den es könnte manipuliert sein! ODER Nichts ist unmöglich!

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Nach Abschluss der Bildbearbeitung ist das Originalbild bzw. die erstellte Originaldatei zu speichern. Zum Versand, zum Beispiel für Fotodruck per Internet oder CD-Bildarchiv, ist das Orginalformat häufig mangels extern verfügbarem kompatiblen Bildbearbeitungsprogramm nicht verwendbar. Daher ist vor dem Versand eine Konvertierung - zum Beispiel in das JEPG- bzw. JPG-Format - von Vorteil, da es weltweit visualisiert bzw. ausgedruckt werden kann. Das JPG-Format bietet eine gute Kompression der Dateigröße, was allerdings nicht verlustlos erfolgen kann. Daher ist das JPG-Format für die Weitergabe oder Präsentation optimal. Für die eigene weitergehende Bearbeitung ist immer das Orginalbild bzw. die Originaldatei zu erhalten!
Grundsätzlich gilt: Nicht zurückschrecken, einfach ausprobieren und die Freude an den dabei gesammelten Erfahrungen genießen!

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Das Interesse der Anwesenden war erfreulich groß. 75 Minuten sind sind geradezu verflogen... |

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