Computer Club Brake

Vortrag: "Digitale Fotografie mit Standortbestimmung - nie wieder vergessen, wo man war!" am 05.05.2009

Nach einem langen Fototrip und einer Vielzahl erstellter Aufnahmen kommt häufig der Wunsch den Aufnahmen einen Standort zuzuordnen. Früher wurde das Dia oder die Negativtasche entsprechend beschriftet. Das war möglich, da im Vergleich mit der Digitalfotografie deutlich weniger Aufnahmen gemacht wurden. Die moderne Digitaltechnik bietet komfortable und perfekte Lösungen. Um in den Genuß einer automatischen Standorterfassung und Aufnahmenzuordnung zu kommen, ist allerdings etwas Technik erforderlich. 8-)

Horst Huntemann und Manfred Röben haben in einem gemeinsamen Vortrag die nachfolgend beschriebenen Einrichtungen und Möglichkeiten in praktischer Vorführung vorgestellt.

Einer der Vortragenden in Aktion.   Ein Teil des Publikums.


Grundlage der Standorterfassung ist das satellitengestützte GPS. Die Aufgaben und Funktionen des GPS sind im Vortrag: Navigationsgeräte (GPS) detailliert beschrieben.

Doch wie lassen sich GPS-Daten mit digitalen Aufnahmen verbinden?

Zunächst wird ein GPS-Empfänger benötigt, der die aktuellen Standortkoordinaten erfasst und mit der vom Satelliten mitgelieferten GMT-Zeit abspeichert. Der Vorgang des Abspeicherns kann, abhängig von der technischen Einrichtung, auf zwei unterschiedliche Arten erfolgen:

Durch Auslösung der Kamera, weil in der Kamera eingebaut oder mit dem sogenannten Blitzschuh mit der Kamera verbunden. Durch eine zyklische Messung in einer getrennten Einrichtung - einem sogenannten GPS-Logger - mit eigener Energieversorgung.

Ist die GPS-Logger-Funktion in der Kamera verbaut, werden die Standortdaten direkt in die EXIF-Datenteil der jeweiligen Aufnahme eingespeichert. Bei allen externen GPS-Loggern muss die Verknüpfung der gespeicherten Standortdaten mit den Aufnahmen mit einem Synchronisierprogramm auf dem PC erfolgen. Die Zuordnung erfolgt auf Basis der gespeicherten Satellitenzeit und der in der Aufnahmendatei abgespeicherten Aufnahmezeit. Für eine einwandfreie Funktion ist eine möglichst genau gestellte Uhr in der Kamera von großem Vorteil!

Die Standortdaten können jederzeit aus der/den Aufnahme(n) ausgelesen werden. Das Internet bietet die Möglichkeit - z.B. mit Google-Earth oder Google-Maps jederzeit den Ort der Aufnahme anzusteuern, was so manchen "Dia"-Vortrag deutlich belebt. ;-)

In dem Vortrag wurden einige GPS-Logger (PDA mit integrierter Kamera und GPS; JOBO-GPS mit Blitzschuhanschluss von Fa. Jobo; WBT201 von Fa. Wintec) in der praktischen Anwendung vorgestellt und auf Basis vorbereiteter Aufnahmen ein Quiz mit der Zuordnung von aufgenommenen Objekten und Sehenswürdigkeiten durchgeführt.


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