Computer Club Brake

Vortrag über Datensicherung - Funktion und Handhabung am 21.01.2005


Daten weg, nichts geht mehr! Sind Daten verloren gegangen? Existiert eine Datensicherung und wie alt sind die gesicherten Daten? So oder so ähnlich beginnt die Leidensphase eines PC-Users, der plötzlich ein Problem hat.

Der Vortragende in Aktion.
Programme befinden sich auf einzelnen Datenträgern (Diskette, CD, DVD) und können mit einem gewissen Aufwand wieder installiert und konfiguriert werden. Bilder, Texte oder Rechnungsdaten sind Ergebnisse der eigenen Arbeit und somit Unikate. Die Beschädigung - ohne Datensicherung - stellt einen Totalverlust dar!
Die Festplatte im Rechner (s. PDF-Präsentationsseiten), heutzutage mit Speicherkapazität von mehreren Gigabyte, speichern die eigentlichen Daten als ultrakleine Magnetisierungen auf rotierenden Aluminiumscheiben. Durch intensive Nutzung werden die Dateien im Zeitverlauf immer häufiger fragmentiert. In Folge muss die Datei beim Lesen durch häufiges Positionieren der Schreib-/Leseköpfe logisch zusammengesetzt werden. Entsteht in dieser Kette eine Datenlücke, geht die Datei verloren! Gravierender sind Störungen im Dateiverzeichnisbereich der Festplatte, da mit einer Beschädigung alle Ablagekoordinaten verloren gehen und somit der Computer die auf der Festplatte abgelegten Daten und durchaus noch magnetisch gespeicherten Daten nicht mehr wieder findet!

Das Vortragspublikum.
Das Sichern oder Kopieren von Daten vom C:-Laufwerk auf z.B. ein D:-Laufwerk ist nicht sinnvoll, da in den meisten Fällen diese beiden Laufwerke als Partitionen in einer Festplatte existieren! Ist die Festplatte beschädigt sind häufig auch alle enthaltenen Partitionen nicht mehr verfügbar.

Eine Datensicherung setzt immer eine unabhängiges Speichermedium, z.B. Band, CD, DVD, externe Festplatte (USB, Firewire oder über ein Netzwerk) oder mindestens eine zweite Festplatte im Rechner voraus.
Die Datensicherung kann im einfachsten Fall durch simples Kopieren auf ein unabhängiges Speichermedium erfolgen. Komfortabel ist es mit speziellen Datensicherungsprogrammen möglich. Mit dem Betriebssystem steht ein einfaches Datensicherungsprogramm zur Verfügung, dass allerdings einige Einschränkungen aufweist.
Besser sind spezielle Datensicherungsprogramme, die die gesamte Festplatte - gewissermaßen deren Datenoberfläche "Image" - sichert. Mit derartigen Programmen ist die Datensicherung einfach und schnell realisiert. Bei der Wiederherstellung können bei darf einzelne Verzeichnisse oder Dateien zurückgespeichert werden.

Der Vortragende kurz vor Vortragsende.
Eine Notlösung bei fehlender Datensicherung stellen Recovery-Werkzeuge dar. Sofern der Datenträger unbeschädigt ist und der Schaden durch unbeabsichtigtes Löschen oder Formatieren entstanden ist, sind die Daten immer noch auf der Festplatte oder Speicherchip enthalten! Das Löschen oder Formatieren hat lediglich ein bestimmtes Byte verändert. Diesen Umstand nutzen die Recovery-Werkzeuge aus und lesen Byte für Byte von dem Datenträger aus und analysieren die gelesenen Rohdaten auf bestimmte Inhalte, die Dateien bzw. Bilder charakterisieren. Also sollte Ihnen einmal ein Missgeschick bei der Handhabung der Digitalkamera geschehen sein, dann den Datenträger sofort entnehmen - damit die verloren gegangenen Daten nicht von neuen Daten (Bildern) überschrieben werden - und mit Recovery-Werkzeugen am PC bearbeiten.

Die Präsentation in einer PDF-Datei.
PDF-Datei (ca. 0,9MByte) mit der Vortragspräsentation ==>

An dieser Stelle ein kleiner Hinweis aus der Praxis:
Wenn Sie für die Datensicherung eine externe Festplatte mit USB2.0-Schnittstelle nutzen, am eigenen Rechner oder Notebook nur eine USB1.1-Schnittstelle zur Verfügung haben, lohnt sich eine Umrüstung. Sie gewinnen Geschwindigkeit um den Faktor 30! Es macht schon einen Unterschied ob die Daten in 5 Minuten oder in 150 Minuten gesichert sind.
Der Markt bietet PCI-Einbaukarten, die über mehrere USB2.0-Schnittstellen verfügen. Für Notebooks sind PCMCIA-Einsteckkarten mit USB2.0-Anschlüssen verfügbar.

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